Montag, 10. Februar 2014

gedankenfetzen #2

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Selbstmord, ein tabu-Thema in unserer Gesellschaft. Man geht diesem Thema gerne aus dem weg, es ist unangenehm wenn jemand solche Gedanken hat oder sogar einen Versuch startet. Doch die frage die sich mir oft stellt, warum? Kein Mensch hat es sich ausgesucht auf dieser Welt zu sein. Keiner wurde vorher gefragt. Man wurde auf diesen Planeten geboren, in einen bestimmten Körper, ein bestimmtes Umfeld, ein bestimmtes Geschlecht. Was ist wenn man das alles garnicht wollte? Was ist zb wenn man in einen ganz falschen Körper gesteckt wurde? Muss man dann damit leben? Eigentlich sollte doch jeder Mensch für sich selber entscheiden ob man hier sein möchte, es ist ja nicht so das man nichts dafür tun muss um hier leben zu dürfen. Somit ist es doch klar das sich der ein oder andere lieber wieder rauskapapultieren will. Den freien Tod wählen. Aber nein.. ich würde es eher "Wieder zurück ins nichts verschwinden wo man herkommt" nennen. Ich persönlich bin sehr froh auf diese Welt geboren zu sein doch auch ich hatte zeiten wo in meinem Kopf sehr viel vorging was das Thema freitod angeht. Doch egal was mir passiert ich habe etwas was mich hier hällt, meine famillie. Trotzdem möchte ich sagen das es nichts schlimmes ist sich über das thema selbstmord gedanken zu machen. Man sollte sich nicht schämen, man sollte es nicht verstecken. Wenn es dir zb so geht.. Rede mit wem darüber. Manchmal braucht man das. Viele intelligente menschen hinterfragen den sinn des seins.. Das warum. Und es wird immer mindestens einen menschen im leben geben der daran zerbrechen würde wenn genau du nicht mehr da bist.. Der du dies niemals antun möchtest. Bei mir ist es mein bruder an den ich denke wenn ich über dieses thema nachdenke :) er ist immer in meinem kopf. Somit war das für mich nie eine option.. Doch trotzdem denke ich das es ein extrem interessantes thema ist. und es in unserer gesellschaft viel zu sehr unter den tisch gekehrt wird.. es wird meist erst zum thema gemacht wenn schon etwas passiert ist.

Kommentare:

  1. Die Menschen sind Idealisten, gehen Problemen aus dem Weg und befassen sich spätestens dann damit, wenn es schon längst zu spät ist. Ich gebe dir Recht. Das Thema wird zu wenig behandelt. Ich bin ja sowieso der Meinung, dass solche Themen mehr in Schulen bearbeitet werden sollten, damit man es vielen Jugendlcihen verständlicher macht, dass die Welt halt nicht nur scheiße sein kann und dass man verständnis zeigen muss für andere.. Viele sagen Selbstmord sei egoistisch, was auch oberflächlich gesehen stimmt, aber denkt man wirklich an andere, wenn man vor psyschichen schmerzen, die sich in physische verwandeln, krepiert? wenn man sich dann doch alleine fühlt, obwohl so viele um einen herum stehen. Die meisten vergessen, dass nicht nur das denken unser handeln beeinflusst.. es sind chemische verbindungen, die im Hirn einen falschen Weg einschlagen oder unterbunden werden..

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  2. Ich finde es so toll, dass du darüber schreibst. Es gibt so viele Menschen die sich darüber Gedanken machen aber es nie sagen können weil sie Angst vor den Reaktionen haben. Zudem finde ich deine Sichtweise zu dem Thema einfach WOW! Ich wünsche ich könnte jetzt mit dir darüber reden, und deine Erfahrungen wie immer bewundern!

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  3. Danke dass du das mal so ansprichst :)

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  4. Du solltest einmal Albert Camus lesen. Seine Sicht auf die Absurdität des Lebens ist beeindruckend & würde dir sicher noch mehr Tiefe in deinen Gedanken verleihen.
    Liebst.

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  5. Ich gebe dir so recht. Eigentlich darf man wirklich nicht den Sinn des Lebens hinterfragen, denn dann würde man darauf stoßen, dass es im Endeffekt Irrsinn ist. Wir müssen schon in unserem Alter Entscheidungen für unser gesamtes Leben treffen, um später in Rentenkassen einzahlen zu können, damit wir nicht am Existenzminimum kratzen und ein einigermaßen erträgliches Leben führen können. Der Druck, den dann noch die Gesellschaft auf einen ausübt, ist ebenfalls nicht minder belastend, da Individualtität nur schwer anerkannt wird und es für einen selbst mittlerweile zu einer großen Herausforderung wird, sich selbst treu zu sein, ohne an "vorgegebene" Normen und Werte zu denken.
    Deine Gedankenfetzen-Reihe gefällt mir wirklich gut!
    Ganz liebe Grüße :*
    http://showmeyourfeelingsdarling.blogspot.de/

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  6. Finde es traurig, dass es immer noch ein Tabuthema ist. Das Thema betrifft viele von uns und es tot zuschweigen (im wahrsten Sinne des Wortes), ist keine Lösung.
    Schaut doch auch mal auf meinem Blog vorbei. Er ist noch relativ neu und würde mich deshalb über ein Feedback und Ideen freuen :)
    http://annaaaww.blogspot.de/

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  7. Ja, darüber sollte mehr gesprochen werden - damit weniger es tun!
    Dieses Leben ist oft Scheiße und schwer und anstrengend, wir müssen Rücksicht nehmen, Dinge tun, die wir nicht wollen, wir scheitern und werden enttäuscht, aber immer ist irgendwo irgendetwas, wofür es Wert ist zu leben oder jemanden.
    Ich finde, nichts bringt einen soviel weiter und macht einen stärker als der Moment, wenn es zum ersten Mal leichter ist, nach einer langen, beschissenen Zeit - wenn man plötzlich merkt, dass alles irgendwann vorbeigeht und dass man es offensichtlich geschafft hat, eine Phase zu überwinden, die unendlich schien. Ich weiß nicht, wie oft ich schon froh war, nicht aufgegeben zu haben.
    Vielleicht kommt jeder von uns immer wieder auf die Erde oder vielleicht geht es nach unserem irdischen Leben irgendwo anders noch weiter, aber so richtig gesichert, ist derzeit nur, dass wir nur dieses eine Leben haben und das ist so kostbar, so wertvoll, das hat soviel zu bieten, wenn man richtig hinsieht.

    Mein Vater hat sich erschossen - ich wünschte, ich wäre Grund genug für ihn gewesen hierzubleiben... und ich bin scheißfroh, dass ich nicht verstehen kann, warum er das gemacht hat, weil Selbsttötung für mich sonst eine Alternative wäre...

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    1. So sehe ich es auch. Man hat eine Verantwortung für Menschen die einen lieben und selbst wenn es keine geben sollte, dann lohnt es sich für die, die man in seiner Zukunft noch Treffen wird nach einer anderen Lösung, die es immer geben wird, für ein oder auch viele Probleme zu suchen anstatt dieser allerletzte Lösung.

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  8. Wow! Ich habe "erst kürzlich" einen Blog gestartet und bin auf deine tolle Seite gestossen.
    Treffende Worte! Ich könnte zwar nie Selbstmord begehen, hatte aber auch mal solche Momente, an denen ich dachte dass es nicht mehr weiter geht... es ist wirklich schön jemanden oder mehrere zu haben an denen man einen Halt findet.
    Ich gebe dir Recht, über dieses Thema sollte wirklich mehr gesprochen werden.

    Liebe Grüsse, Surimad
    http://surimad.blogspot.ch

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