Samstag, 12. Dezember 2015


die frage was mein lebensplan ist taucht immer häufiger auf. je älter ich werde desto großartigere antworten erwarten meine mitmenschen. doch umso älter ich werde umso simpler wird meine antwort. simpler in der aussprache und in auffassungen vieler doch wesentlich komplexer als es sich anhört.

ich möchte glücklich und zufrieden sein.

ein satz welcher viele menschen zum lächeln bringt. doch für mich steckt hinter diesem satz eine ernsthaftigkeit welche vieler menschen nicht bewusst ist und auch nicht bewusst sein kann. wenn man einen defizit über jahre seines lebens hat schätz man es wesentlich mehr, wenn man diesen defizit verändern kann, als wenn es eine selbstverständlichkeit von grund auf ist. 

mein defizit war die kraft des glücklichseins und das verständnis meiner selbst. 
somit schätze ich die kraft des glücklichseins, der akzeptanz, der zufriedenheit des momentes wesentlich mehr als viele menschen welche ich treffe. in diesem moment - im jetzt - kann ich sagen, dass ich glücklich bin. glücklich über verständnis mir selbst gegenüber. glücklich über akzeptanz der begebenheiten im generellen. 
akzeptanz -ich denke, dass akzeptanz eine der wichtigsten Eigenschaften eines menschen ist. akzeptanz im bezug auf sich selbst sowie akzeptanz bezüglich der mitmenschen


mich selbst bilden und studieren. 

eine wichtigere ausbildung, ein wichtigeres studium als die selbst bildung kann ich mir nicht vorstellen. ohne diese bin ich nur eine hülle gefüllt mit wissendem unwissen. 
somit kann ich mit meinen 22 jahren nun behaupten, dass ich mich von grundauf besser kenne als einige menschen sich in ihren mitt-50ern. wenn man sich mit seiner psyche, seinem sein und dem sein an sich in frühen jahren beschäftigt ist dies die beste ausbildung welche man haben kann. ich bilde lieber mein wissen über mich selber in frühen jahren aus als auf irgendwas hinzu zu lernen, wenn ich mich selber nichtmal genug kenne um dieses gelernte wissen durch studium oder ausbildung am effektivsten nutzen zu können.


ich hatte früher eine genaustens durchgeplante zukunft. wochen - monats - jahres pläne. zukunftsängste bestimmten mein leben mehr als jegliche andere ängste. zukunftsängste haben etliche andere ängste in der gegenwart hervorgerufen in welchen ich gefangen war. man hätte mich auch mit dem wort kontrollfreak betiteln dürfen würde ich meinen. vor ein paar jahren sagte ich mir jedoch selber, dass damit jetzt schluss sein muss. leichter gesagt als getan. so ein stark gestricktes muster von grund auf neu zu gestalten ist eine extreme arbeit und hängt mit sehr viel geduld zusammen welche ich auch nicht eimerweise in mir habe. für mich war der radikale weg der einzige welche mich ausbrechen ließ. alles abreißen und langsam stück für stück von ganz unten wieder aufbauen. 
wochenplane sind okay, grobe monatsplane auch noch aber alles was darüber hinausschießt wird mit vorsicht meinerseits genossen.  

ich vertraue auf mich und den moment aber vorallem glaube ich an mich und den moment. ich glaube fest daran, dass ich ein wunderbares leben führen werde. ich glaube fest daran, dass ich alles schaffen kann und werde was ich möchte da die kraft des willens gewaltig ist solange man sie richtig nutzt. 

ich möchte hiermit einfach nur einen kleinen denkanstoß in die welt katapultieren, ein kleiner denkanstoß mehr auf sich zu vetrauen.

Donnerstag, 5. November 2015

hier möchte ich ein paar gedanken verteilen, inspiriert von essenas statement. welches viele von euch wahrscheinlich gesehen haben. für jene welche nicht wissen wovon ich rede, es geht um dieses video und die anderen posts welche hiermit zusammen hängen:




[vorab möchte ich sagen, dass ich dieses statement in folgendem text auf mein persönliches leben beziehe. natürlich ist es von mensch zu mensch unterschiedlich und nur weil ich so fühle heißt es nicht das andere menschen nicht anders fühlen dürfen. aber wer mich schon länger verfolgt weiß ja das ich eine starke verfächterin der eigenen meinung bin und aber auch ganz stark der akzeptanz der anderen.]
essenas video und ihre instagram posts gehen gerade rum wie ein waldbrand. menschen preisen sie hoch für ihr statement, eifern ihr nach, stimmen ihr zu. so wie es immer ist wenn ein neuer 48-stunden hype auftritt. Ich persönlich kann ihr im gesamten nicht zustimmen. natürlich stimmen ein paar punkten zu.. und für sie persönlich mag all das was sie gesagt hat richtig sein. 
ich sehe wenn ich mir ihr video anschaue lediglich ein ängstliches, hysterisches, verzweifeltes mädchen welches den hang zur realität verloren hat. für einige menschen mag ihr statement ein weckruf sein, für manche ist es aber auch ein schlag ins gesicht. 

warum?

ich bin auch schon seit geraumer zeit internettätig, seit über 5 jahren will ich behaupten. ich habe natürlich bei weitem nicht so viele menschen welche mir auf diversen plattformen folgen wie beispielsweise essena. deshalb kann ich mich auch nicht ganz in ihre lange hineinversetzen aber meine fotos, meine videos, mein instagram, meine texte all dies ist ein großer teil von mir. Ich bin an internetpräsenz meinerseits und anderer menschen nicht kaputt gegangen, habe mich nicht verstellt um zu gefallen, Im gegenteil! Ich habe mehr zu mir selbst gefunden, ich bin stärker geworden. und ich mag sogar nach reaktionen diverser menschen mir gegenüber behaupten, dass ich anderen menschen geholfen habe. natürlich gab es phasen meines lebens wo ich mir andere internetmenschen angeschaut habe und an deren schönheit, talent etc verzweifelt bin und ich versucht habe mich aufgrund dessen zu verändern. aber genau sowas ist mir auch mitten auf der straße passiert. sowas ist mir auch passiert wenn ich mir die vogue, ausstellungen oder filme angeschaut habe. soetwas ist in gewissen maßen vollkommen normal. wenn soetwas in maßen vorkommt mag es sogar gesund sein denke ich da man sich selbst sonst garnicht weiter entwickelt. natürlich kann so etwas auch schnell ins ungesunde überschlagen.

vielleicht liegt es auch an dem alter wann ich mit dem "internetzeug" angefangen habe. ich war ca 17.. ich habe nicht im jungen alter von 12 jahren angefangen was wohl vieles ändert. natürlich ist man in diesem alter viel sensibler und beeinflussbarer als mit 17. 
trotz allem: man inszeniert sein leben nur noch für ein foto auf Instagram und die öffentlichkeit? 
nein. dem kann ich nicht zustimmten. NATÜRLICH filtert man die tolltesten momente heraus. aber dies ist wohl offensichtlich und ich kann - oder nein - möchte mir nicht vorstellen, dass es wirklich menschen gibt welche denken, dass wenn sie sich eine social media plattform eines menschen anschauen sie deren gesamtes leben sehen. Ich muss sogar sagen, dass ich seid ich angefangen habe content öffentlich zu posten viel aufmerksamer und wacher für die kleinen details im leben geworden bin. aber all das was man erschafft ist ja im echten leben auch vorhanden und nicht weniger wert nur weil man es erst für ein foto erschaffen hat. 
ein beispiel: bevor ich angefangen habe mein essen zu  fotografieren, habe ich mir meist nur irgendwas unbewusst aus dem kühlschrank gerissen und gegessen. ohne drüber nachzudenken. als ich angefangen habe mein essen zu fotografieren habe ich mehr darauf geachtet was eigentlich gerade auf meinem teller (welcher vorher meist erst garnicht existiert hat) liegt. Ich habe mein essen schön drappiert,  ja richtig.. für ein foto. die essens bilder wurden jedoch weniger, doch die aufmerksamkeit was ich zu mir nehme blieb gleich. selbst wenn ich nur noch selten ein foto meines essens mache drappiere ich das essen schön an. einfach für mich selbst. 
ich denke ihr versteht was ich euch anhand dieses beispiels sagen möchte. ich kann diese begebenheit auf viele situationen meines lebens beziehen. also ist es nicht "fake" nur weil man mit mehr aufmerksamkeit etwas erschafft. 

selbstakzeptanz

die selbstakzeptanz liegt nur in deinen eigenen händen. es liegt in deinen händen wie du dich von anderen menschen im bezug auf dich selbst beeinflussen lässt.. an niemand anderem. niemand muss darauf achten was er/sie postet nur um dich zu schützen. viel zu oft schreien kommentare unter content nur sowas wie "mach dich hässlicher, dümmer, fetter, ärmer als du eigentlich bist damit mein selbstwertgefühl wieder steigt" so läuft das aber nicht. nur du selbst kannst dich schützen und stark wachsen. du kannst nicht deine kaputte selbstwahrnehmung, deinen geltungsdrang, deine daraus folgenden psychischen reaktionen auf andere menschen abrollen. 
ich persönlich habe mich bevor ich meinen blog gestartet habe NIE fotografieren lassen und wenn ich mich mal selbst fotografiert habe bin ich jedes mal in tränen ausgebrochen. dies ist nicht übertrieben. ich bin daran verzweifelt. je länger ich gebloggt habe und mir andere blogs angeschaut habe desto mehr habe ich mich an eigene bilder von mir selbst herangetastet. ich habe angefangen mein äußeres mehr zu akzeptieren und dies passierte auch dadurch, dass ich mich selber auf meinem blog gezeigt habe. Ich habe mich selber überwunden und mir gezeigt, dass es garnicht so schlimm ist sich zu zeigen. natürlich habe ich immernoch selbstzweifel sowas kommt und geht in wellen aber im großen und ganzen trotz allem habe ich jetzt eine bessere grundakzeptanz mir gegenüber als vorher. mal mehr mal weniger. 
mir haben auch immer wieder menschen geschrieben, dass sie mein leben bewundern/beneiden. oft habe ich im ersten moment gedacht "ohgott wenn die wüssten ich bin kein bisschen zu beneiden" doch nach längerem nachdenken wurde mir immer wieder bewusst was für ein tolles leben ich eigentlich habe. wenn man all den schmerz welcher phasenweise ein dauergast bei mir (und den meisten anderen menschen wahrscheinlich auch) war wegnimmt und sich mein leben ohne ihn anschaut ist es schon ziemlich cool. wenn ich solche sachen gelesen habe, habe ich irgendwann angefangen mir selber zu erzählen was ich eigentlich schon so alles erlebt habe. ich habe mir meine bilder, meine posts angeschaut und dachte "wow das hast DU alles erlebt, das hast du erschaffen". von den kleinen zu den großen ereignissen. vielleicht hätte ich dies alles nicht so schnell verstanden hätte ich es nicht anderen menschen erklären "müssen". 
ich habe mein leben anderen menschen gezeigt, habe mein leben anderen menschen erklärt, habe versucht ihnen in ihrem leben weiter zu helfen und habe mir dadurch unglaublich viel über mich selbst erklärt. 
ich habe wundervolle menschen über das internet kennengelernt welche zu meinen besten freunden geworden sind. es ist vollkommener schwachsinn, dass ich mich nur mit jenen getroffenen habe um mehr follower und likes zu bekommen. klar trifft man auch auf menschen mit denen man "nur" dieses interesse teilt  und es dann auch größtenteils um social media geht.. aber selbst das ist nichts schlimmes. man redet doch auch von sportler zu sportler über die letze trainingseinheit, über das letzte turnier und versucht sich gegenseitig zu helfen. nicht jeder mensch welcher sich viel auf social media seiten aufhällt ist "fake und evil".

geld? seele verkaufen?

ja "internetmenschen" kriegen teilweise sachen umsonst zugeschickt oder werden dafür bezahlt sachen vorzustellen. ja, manche dieser menschen würden wahrscheinlich alles für geld sagen oder tun. und nun? gibt es diese menschen nicht überall? 
"scheiß product placements" schaut ihr jetzt auch nicht mehr fehrnsehen weil dort werbung gezeigt wird? lest keine zeitung, lauft nicht mehr über die straße? man dürfte doch dann eigentlich keinem menschen mehr zuhören. jeder mensch macht werbung, jeder mensch erzählt dir von dingen die er toll findet. was ist daran falsch geld dafür zu bekommen? richtig, nichts. natürlich ist es schade wenn manche menschen ihre position nutzen um dreck zu verscherbeln und/oder nur noch werbung machen aber das merkt man mit gesundem menschen verstand schnell und dann kann man auch einfach auf entfolgen drücken wenn es einen stört. ach, und nur weil brands auf den klamotten jeglicher instagrammer verlinkt ist heißt es nicht direkt jene bekommen geld dafür. selbst wenn es so ist, ist es trotzdem jener style den ihr an jener person liebt. wo ist nun der unterschied für euch persönlich ob es dafür geld gibt oder nicht? oh richtig, nirgends.

das internet ist nicht nur eine böse macht die über uns herrscht, man kann es für sich selbst einsetzen wie man es möchte. man kann sich durch dieses stärken und daran wachsen. man kann durch all die einflüsse natürlich auch kaputt gehen und den sinn zur realität verlieren wie essena besispielsweise. dies mag so scheinen als würde ich sagen es sei immer eine eigene entscheidung, ja tief drinnen ist es das auch. man kann alles für sich drehen und nutzen wie man es will und man kann an allem stärker sowie schwächer werden. ich weiß wovon ich rede. ich war selber eine kandidatin welche dachte man kann dies nicht kontrollieren. kann man auch nicht immer in jeder situation - aber größtenteils. wenn einen andere accounts diverser menschen kaputt macht lässt es doch jegliche alarmglocken ringen, dass man sich schleunigst mit sich selbst beschäftigen sollte. für manche menschen mag es auch das falsche sein all dem ausgesetzt zu sein, NATÜRLICH! aber nicht alles ist fake, nicht alles lebt etwas falsches vor, ist geldgeil oder ist gefährlich. man kann alles im leben ins positive oder ins negative ziehen. ich tendiere seid ein paar jahren dazu zu versuchen mir lieber aus allem das positive für mich rauszuziehen und daran zu wachsen. ist viel sinnvoller, macht viel mehr spaß, bringt dich viel weiter.

abschließend möchte ich nur sagen, dass nicht jede person welche im internet tätig ist "fake" ist und dir eine bilderbuchwelt vorspielt es aber natürlich auch viele dieser personen gibt. schau ab und an genauer hin aber lass vorallem dein leben nicht aus deiner hand. versuche nicht andere leben nach zu kreieren sondern bau dir dein eigenes leben auf.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

was ist alter?

die menschen welche mich kennen wissen, dass ich eine person bin welche sich nicht weniger um das alter eines menschen kümmern könnte. ich kann es nicht leiden wieviele menschen so eine große wichtige sache aus dem alter eines menschen machen. wenn man genauer hinschaut geht es immer und immer wieder um das alter, die zahl der jahre welche man auf dieser welt ist und was damit angeblich zwangsmäßig zusammenhängt. schönheit - wissen - reife. wenn es um schönheit geht sehnen sich viele nach dem ewigen jungbrunnen. wenn es aber um reife und wissen geht will jeder älter sein. warum? warum denken menschen wirklich dies hat nur etwas mit dem alter zutun indem sie sich befinden. man ist keine zahl sondern das was man aus sich selber macht. natürlich haben die Jahre welche man auf der welt ist auch eine gewisse aussage. man kann mehr erlebt haben mit 50 als mit 20 ich sage "man kann" denn letztendlich kommt es darauf an was man aus diesen Jahren schöpft. mir geht es aber in aller erster linie darum, dass man jeden menschen gleich ernst nehmen sollte und sich vorallem nicht über menschen stellen darf nur aufgrund des alters oder der angeblichen größeren geistlichen reife. ich schäme mich regelrecht dafür wenn ich derartiges miterleben muss und von so etwas sind wir ja wirklich tagtäglich umgeben. mein bruder ist zum beispiel 15 jahre alt und ich kann mich wunderbar mit ihm unterhalten genauso wie mit seinen freunden. man muss sich nur auf eine unterhaltung einlassen und nicht automatisch auf menschen jüngeren alters herabschauen oder auch vor menschen hören alters angst haben. man sollte sich nämlich genauso wenig selbst herabstufen aufgrund seines alters. geh selbstbewusst mit deinem sein um und schätze dich für deine erfahrungen. 
mit meinem vater habe ich regelmäßig abendliche gespräche welche ich mit niemand anderen führen kann. mein vater ist 52 und wir führen diese gespräche selbstverständlicherweise auf gleicher augenhöhe. natürlich lerne ich viel von meinem vater und mein wissen und meine meinungen bauen sich durch diese gespräche enorm aus aber auch nur da er mich auf seine augenhöhe stellt und ich ihn ebenso auf meine.
meine mutter ist die kreativste person die ich kenne und menschen die sie kennenlernen sagen alle „stephanie du bist so junggeblieben.“ etc. warum? warum „junggeblieben“? warum kann man mit 46 nicht so sein? was heißt junggeblieben? was heißt reif? wieso müssen wir einkategorieren? mensch kategoriert oft aus angst ein. mensch kategoriert ein wenn mensch sich bedroht fühlt. aber warum fühlt sich mensch bedroht wenn eine person mit 46 Jahren nicht aufhört enthusiastisch und mit energie an sachen ranzugehen wie es für ein kind meist selbstverständlich ist? warum belächelt mensch anderen mensch welcher eine geringere zeit auf diesem planet verweilt. ich denke wirklich das viel angst dort mitspielt. die angst nicht gut genug zu sein, schlechter zu sein lässt die menschen durchdrehen und an all diese normen die wir haben krallen sie sich fest. alter, geschlechter, (aus)bildung, sind alles gerüstet welche es einem selbstzweifelnden, ängstlichen menschen leichter macht sich höher zu stemmen, nicht den halt zu verlieren. die menschen ketten sich so sehr an diese gerüster, dass sie ohne diese nichts hätten. ohne diese wären sie im freien fall auf sie selbst gestellt, müssten auf sich selbst schauen und aus eigener kraft, aus eigenem denken meinungen von grund auf bilden. sie könnten nicht auf gegebene seile der gesellschaft zurückgreifen. sie müssten anfangen selbst zu denken, menschen wirklich zu begegnen, sich auf den gegenüber einlassen. stellt euch vor ihr trefft auf einen menschen und alle diese gedankenvorgaben der gesellschaft würde es nicht geben. man würde einem menschen wirklich roh begegnen und aus dem austausch mit dem gegenüber würde man sich eine meinung bilden. wie anders würde man leben? wie anders würdest du leben? ich denke viele menschen würden ein komplett anderes leben führen. ich würde von mir selber behaupten es würde sich nichts drastisches ändern. natürlich würde sich in gewisser weise etwas ändern da jeder mensch irgendwo diese gerüstet der gesellschaft in sich trägt. kein mensch kann von sich behaupten das diese einen in keinster weise beeinflussen. aber es kommt darauf an wie man diese beeinflussung handhabt. ich zum beispiel versuche diese so zu nutzen das ich mich noch mehr auf meinen gegenüber einlasse da ich mich eben davon nicht beeinflussen lassen möchte. und durch diese denkweise hatte ich schon so viele interessante, lustige, schöne, ernste und leichte gespräche welche ich sicherlich nicht hätte würde ich mich nicht voll und ganz auf mein gegenüber einlassen. 
es gibt natürlich auch grenzen durch alter welche ich für richtig und wichtig halte. sexuelle grenzen sowie grenzen was konsum etc angeht da man ein kind in diesen hinsichten nicht geistlich mit einem erwachsenen gleichstellen kann. da kinder in der entwicklung stecken welche durch gewisse faktoren extrem gestört werden können. dies sollte einen jedoch nicht hindern diese jungen menschen mit dem gleichen respekt wie jeden anderen entgegen zu treten.
mich beschäftigt diese thema eigentlich schon seid ich denken kann würde ich behaupten. gerade weil ich mich oft nicht verstanden gefühlt habe, weil ich oft aufgrund meines alters belächelt und nicht ernstgenommen wurde obwohl ich etwas zu sagen hatte. gestern habe ich mit einer handvoll freunden von meinem bruder gechillt und habe mich an die zeit zurück erinnert wo ich 15/16 war und mich mit vielen älteren leuten umgeben habe durch die gemeinde in der ich damals war. es gab ein paar menschen welche mir auf augenhöhe begegnet sind viele haben jedoch auf einen herunter geschaut. zu dieser zeit habe ich mir vorgenommen, dass ich mich so niemals verhalten werde. eines der schlimmsten gefühle meiner meinung nach ist es nicht ernstgenommen zu werden. mit diesem entschluss bin ich bis jetzt durch mein leben gegangen und es hat mich nur weitergebracht. akzeptanz lässt deine persönlichkeit über normen herauswachsen.

mal wieder ein kleiner gedankenausbruch welcher hinaus musste, bisschen wirr wie immer. saut euch die aussagen heraus welche euch Interessieren und lasst mir gerne eure gedanken da.

Freitag, 3. Juli 2015

mittwoch, 1ter july
13:07 uhr
bali west
28 grad im schatten

wir sitzen in tempel nummer fünf, zwei weitere haben wir noch vor uns. die heutige ceremony gebührt einem toten welcher vor einem monat verstorben ist. im laufe des tages werden wir ebenfalls zum strand weiterziehen um den vollmond zu zelebrieren und willkommen zu heißen. purnama ceremony.

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realer und authentischer könnte es nicht sein. ich sitze in mitten hunderter menschen in traditioneller kleidung, in meinem sarong und kebajak, auf dem warmen steinborn welcher mit blumen übersät ist. gesänge aus kratzigen lautsprechern schwirren im hintergrund durch die lüfte welche sich mit glockenspielen vermischen, von allen seiten nehme ich die gespräche als einheitliche, angenehm klingende maße war. mir eine mittlerweile so vertraute sprache, dass ich fast meinen könnte ich würde die bedeutung alleine durch den klang und die betonung verstehen. vereinzelte wörter übersetzen sich automatisch in meinem kopf. der duft hunderter räucherstäbchen lässt mich ein bisschen wegtreiben und müde werden. affen springen um uns herum, wartend auf weggeworfene opfergaben. nach und nach werden sie immer frecher. man fühlt sich beinah umzingelt. über den Ablauf des betens muss ich nicht mehr nachdenken, es passiert von selbst.

wie ich sagte, echter könnte es nicht sein. aber gerade weil es so unglaublich echt ist springen mir die ganze zeit die worte wikipedia und N24 durch den kopf. es fühlt sich beinahe so an als würde ich in eine dokumentation oder einen artikel katapultiert worden sein. ich drifte ab, als würde ich in einer kleinen durchsichtigen blase sitzen welche mich hautnah dabei sein lässt aber auch ganz weit weg. ich fühle mich wohl, mittendrin.

wenn ich bei uns in deutschland in einer kirche sitzt schmecke ich immer einen bitteren nachgeschmack. ich spüre die versteiftheit, kein öffnen, starr da sitzen, bloß nicht reden. hier lachen die menschen, rauchend am handy warten sie auf das gemeinsame beten welches einem das gefühl gibt wirklich geöffnet zu werden. ich fühle mich näher zu all dem was um uns herum ist als sonst. es fühlt sich richtig an und vorallem voller freude. nach den 7 verschiedenen stationen war ich so müde und zufrieden mit mir selbst. so fühlte ich mich nie nach einem Kirchengang.

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