Freitag, 15. Mai 2015

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Wenn mich jemand fragt „wer bist du?“, sage ich „elena“.
Darauf kommt „und was machst du?“
„ich bin“
„ja was bist du?“
„in erster linie bin ich, in zweiter mensch“

Und weiter?
Ich könnte natürlich auch sagen: 
"Ich bin ein ena ich bin 21 Jahre alt und ich habe keine abgeschlossene Ausbildung vorzuweisen. 
Ich könnte sagen:‎ "Bis zur dritten Klasse war ich auf einer normalen Grundschule bin dann auf die Waldorf schule gewechselt. Ich habe es dort gehasst. Ich habe die Lehrer gehasst. Ich habe es gehasst in einem Raum voll mit Menschen zu sitzen. Ich habe es gehasst mich zu verbiegen um mich anzupassen.“‎  
Ich könnte sagen: "ich habe aufgrund einem Rat meines Arztes nach der 11ten Klasse die Schule abgebrochen. Habe nichts gemacht. Ein Jahr lang. Habe dann ein Jahr wiederholt um mein Msa nachzuholen. Habe wieder nichts gemacht. Bin auf eine fotoschule und habe auch jene abgebrochen.“ 
Und jetzt? Jetzt lebe ich endlich. 
Ich habe all die Jahre nicht nichts gemacht. Ich habe einen Menschen kennengelernt welcher mich mein ganzes Leben begleiten wird. Mich selber.

ICH BIN
ICH LEBE
ICH WILL SEIN

Ich bin elena, ich bin ein wunder der natur, ich bin ein individuum, ein lebewesen. 
Die meisten menschen hätten wohl an besagter stelle mit ihrem beruf, ihrem status geantwortet. 
Ich bin „abiturientin“ 
Ich bin studentin
Ich bin (setze beruf ein)
Ich war nie abiturientin, ich war nie studentin. Aber ich BIN, ich war und werde sein.
Man wird viel belächelt, aber ich bleibe dabei.

Dieses eine leben haben wir. Den moment, jetzt.

ich BIN da
ich bin mehr da als ich es je war

bist du glücklich?
ich habe mir diese frage jahrelang selbst gestellt, mehrmals täglich.
jetzt habe ich für mich selber rausgefunden, dass ich mir diese frage gar nicht beantworten kann
dies aber auch gar nicht nötig ist. es tut gut rausgefunden zu haben wie man man Trauer und Glück vereinen kann. 

warum alles immer betiteln? warum nicht einfach leben
im hier und jetzt
sein


Das Thema Bildung, Ausbildung ist ein sehr wichtiges. Aber denkt doch nicht nur in euren Schubladen.‎ Man ist nicht nur gebildet wenn man den vorgegeben Weg geht. Man muss kein Abitur machen um es im Leben zu etwas zu bringen. Denn man sollte doch genau das tun was einen glücklich macht. Und nichts anderes. 
Wenn man so lebt dann bringt man es zu etwas.‎ und was dies sein soll hast nur du in der hand
Wenn man an sich glaubt, no matter what.. Dann bringt man es zu etwas. 
Man kann alles schaffen, daran glaube ich. 
Mir wird öfter etwas zu diesem Thema geschrien a la "aber ich muss mein Abitur machen um mein Medizinstudium zu absolvieren, welches ich schon seit ich ein kleines Kind bin machen will“‎ ja. Und nun? Das ist doch grandios. Genau das ist der Knackpunkt den die meisten Menschen nicht verstehen. Ich predige nur das man genau DAS machen sollte was einen glücklich macht. Und wenn man diese Schritte machen muss, auch wenn man sich da durch quälen muss..‎ . Dann ist es das richtige weil etwas daraus resultiert was man tun möchte. Wenn man eine "sichere Zukunft" haben will und dafür etwas tut was einem nicht Spaß macht ist das okay. Alles ist okay, jeder Mensch kann tun was er möchte. Aber es muss Verständnis herrschen. Es muss Akzeptanz herrschen. ich will damit sagen das es keinen richtigen oder falschen weg gibt, ich will damit sagen das es nicht die richtige oder falsche zeit für etwas gibt.
ich will einfach nur sagen, dass man auf diese Welt geboren wurde.. gefragt hat einen keinen. keiner hat dich gefragt ob du hier sein willst.. dann solltest DU doch bitte in der hand haben wie du diese geschenk des Lebens annehmen willst, wie du damit umgehen willst. ich möchte euch nochmal an einen Satz erinnern welchen ich euch den weg gegeben habe "sei was du bist und sei stolz darauf" dies ist der weg ins glücklich sein. auch wenn viele Menschen deine Lebensweise vielleicht nicht verstehen werden.. es ist egal! Das einzige was zählt ist, dass du das tust was du für richtig hältst und keinen Menschen für eine andere Lebensweise verurteilst.‎ es ist wichtig das du mit deinem Lebensweg glücklich bist.

Kommentare:

  1. Du bist eine so talentierte und inspirierende junge Frau. Danke Ena!

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  2. Sehr guter Post liebe Elena! Ich teile deine Meinung zu 100%. Ich denke viele jungen Menschen hilfst du mit deinem Beitrag (und auch mit deinen Videos). Finde das wirklich toll, dass du deine Ansichten mit uns teilst. Ich bin beispielsweise neulich erst auf die SundanceFamily auf Youtube gestoßen und stell dir vor, ihre Kinder gehen nicht in die Schule denn sie lernen vom Leben! Ich lasse dir mal den Link da, falls es dich und andere interessiert: https://youtu.be/Ui4eFwQdXyc + https://youtu.be/IBkpFztUfgU

    Finde das sooo bewunderswert und natürlich für den ein oder anderen etwas extrem, aber die Kinder und Eltern sind glücklich mit der Entscheidung und das zählt! Ehrlich gesagt, finde ich das Leben ein bisschen beneidenswert und hätte selbst gern so gelebt, aber mein Vater wollte uns eben eine gute Bildung bieten und konnte das auch. Was ich jetzt damit anstelle, ist meine Sache. Ich schätze es jedenfalls, dass mein Vater mir diese Bildung (Fachhochschulreife) bieten konnte und ich zum Beispiel nicht bei meiner Mutter in Thailand aufgewachsen bin. Auch wenn das kein "falsches" Leben gewesen wäre, wäre es einfach ein anderes gewesen, denn allein die Schulpflicht in Thailand beträgt 7 Jahre. Danach arbeitet man halt oder muss für die weitere Schulbildung bezahlen. Was ich damit sagen will: man sollte auch dankbar sein für die kostenlose Schulbildung hier in Deutschland.

    Liebe Grüße und mach weiter so <3

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  3. Akzeptanz ist wichtig und ich mag deine Art, wie du über dich selbst schreibst! Der Sinn des Lebens ist leben! Und das bringst du wunderbar auf den Punkt!

    Liebe Grüße,
    Malika

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  4. richtig toller Text! bin beeindruckt und hat mich echt zum denken angeregt!

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  5. Das ist das Beste, dass ich seit langem lesen durfte. Wären doch mehr Menschen wie du.
    Ich war zB. eigentlich super gut in der Schule, meistens sogar "Klassenbeste". (Mittlerweile weiß ich auch, dass das nichts sein sollte, worüber man sich definiert. Eher ein kleiner Teil des ganzen Menschens, der man ist)
    Irgendwann bin ich krank geworden. Hab deswegen kurz vor dem Abitur die Schule abgebrochen. Und hab gelernt, mich um mich zu kümmern und wie du sagst, unendlich viel vom Leben gelernt. Ich habe zwei Ausbildungen angefangen und auch abgebrochen. Na und ? Freunde haben mich ausgelacht und mit ihrem Studium angegeben, dass sie eigentlich nur endlos genervt hat.
    "Was machst du jetzt?" "Na, nichts." "Wie nichts? Caro, du musst doch dein Abi nachholen!" Ich war es SO satt.
    Deswegen bin ich gerade unendlich dankbar für deine Worte. Deine Einstellung und wie du das in Worte fasst, wirklich bewundernswert!

    Und möge jeder, der dich für deine Einstellung nochmal belächelt in den nächsten Hundehaufen treten! ;)
    Liebe Grüße.

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  6. toller post und weise worte, würde ich genau so unterschreiben! mal ne ganz andere frage an dich: hast du schon festivals für diesen sommer geplant? :) ganz viele grüße du liebe!! xx

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  7. Es ist schön zwischen all dem Internet-Stuss, so etwas sinnvolles und erweiterndes zu lesen.. und noch dazu in so einer kunstvollen Schreibweise..

    Ja! Es ist nur dieses eine Leben was wir zu leben haben. Und sollen wir fast unseren ganzen Lebensinhalt nach dem Diktat bzw. Erwartungen von anderen Menschen richten, die es besser zu wissen scheinen? Die meinen, dass man sich andauernd im Fortschritt bewegen muss?
    Immer vorwärts, nie zurückschauen, die Ellbogen nach links und rechts einsetzen.
    Wie man sieht, wird diese "Moral" schon seit Kindesalter in uns eingetrichtert. Wir werden für die nächste Arbeitstier-Generation heran erzogen.
    Klar, man nennt dies auch Bildung, die uns auch kostenlos zur Verfügung gestellt wird, die auch bis zu einem gewissen Jahr verpflichtend ist. Zudem kommt jedoch die Tatsache hinzu, dass die soziale Herkunft sehr wohl den Bildungserfolg bestimmt. Hätte mir z.B. mein Vater kein Geld für meine unzähligen Mathe Nachhilfe Stunden zur Verfügung gestellt, dann hätte ich auch mein Abitur nicht gepackt.
    Da kann nicht die Rede von "Bildungsgleichheit" sein und dann auch nicht die Rede von "nur wenn ich etwas ganz dolle will, dann erreiche ich es auch", das wäre nur ein billiger Abklatsch des scheinbaren "American Dreams".
    Ich will dich damit nicht angreifen, Ena, ganz und gar nicht. Dass man das tun sollte, was einen glücklich macht, ist klar, jedoch kann nicht jeder das tun was auch immer er möchte.
    Ich fruste gerade nur mehr oder weniger über unsere sozialen und politischen Umstände, die äußerst viele Lebensschichten dominieren..

    Hier übrigens ein Artikel, der das Arbeits-Phänomen ganz gut anspricht, wie ich finde:

    http://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-07/gastbeitrag-arbeit-sinn

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  8. Ich finde, dass das eine echt bewundernswerte Einstellung ist..
    aaaaber, und das ist eine ernstgemeinte Frage und keinesfalls ein Angriff - wie finanziert man sich so ein Leben? Ich bin selber noch am vor mich hin dümpeln und auf der Suche nach dem was ich machen möchte, hab kein Bock auf so vieles und muss doch irgendwie, weil ich sonst nicht über die Runden komme?

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  9. Ich finde deine Ansichten ziemlich interessant (wenn man das so sagen kann). Ich verstehe es und kann es auch ganz gut nach vollziehen, aber ich frage mich, ob es in der Realität funktioniert.
    Ganz klar, die Gesellschaft ist so strukturiert dass man arbeiten geht, etwas "macht". Sonst funktioniert das System in dem wir leben nicht. Was nicht heißt dass ich das System gut finde!
    Ich selbst habe Abitur gemacht und dann direkt angefangen zu studieren, bin ins Ausland gegangen und so weiter. Habe mich also quasi den gesellschaftlichen Normen gebeugt und mache was "gescheites". Ob es das richtige ist weiß ich nicht, ich mache diese Ausbildung auch nicht um später einen Status zu haben oder viel Geld zu verdienen, sondern weil ich einfach schaue was passiert und gerne studieren wollte um etwas neues zu lernen, mich zu bilden, also in die Richtung in die ich es will und nicht was mir zb die Schule vorschreibt.
    Jetzt nochmal zu meiner Frage oben, in Anlenung zu meiner Vorrednerin... Wie finanziert man sich so ein Leben? Und was macht man? Man muss ja nicht klassisch arbeiten gehen von morgens um acht bis abends um fünf in einem Reihenhaus leben und einen VW fahren. Aber man muss trotzdem jeden Monat seine Miete und sein Essen zahlen und seine Reisen bezahlen oder eben die Dinge die einen glücklich machen.
    Ich finde man kann sich, auch wenn man arbeiten geht oder studiert ganz anders definieren. Ich bin zwar Studentin, aber ich bin auch Anna, die sich durch ihre Interessen und Ideen identifiziert.

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  10. Ist es in unserer Gesellschaft überhaupt noch möglich nach dem zu leben was man ist? Mir würde es bei deinem Lebensstil an der Aufgabe im Leben fehlen. Nicht weiter zu kommen. Um vielleicht mal eine Familie zu gründen und meinen Kindern eine schöne Kindheit ermöglichen. Wie finanziert man sich ein Leben ohne Schulabschluss, Job etc? Man sollte sich schon die Zeit nehmen sich zu finden, doch die Zeit sollte nicht zu lange sein. Man sollte mit seinen Verpflichtungen, Aufgaben leben und das jeden einzelnen Tag. Ich bin jeden Tag glücklich obwohl ich lernen und arbeiten muss. Jeden Tag lebe ich und bin glücklich, zwar nicht immer den ganzen Tag aber jeden Tag. Ich bin dankbar für meine Aufgaben, dass ich mir ein eigenständiges Leben erarbeite.

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